Bildungsworkshop

Am 10. und 11. September 2010 findet unter Federführung des ZVOS ein Bildungsworkshop unseres Berufsstandes im Wienecke XI. Hotel in Hannover statt.

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ältere Beiträge:

Besuch beim Bundesgesundheitsminister

Die Leistungserbringer in den Gesundheitshandwerken sollen vor zu großer Marktmacht der Krankenkassen geschützt werden. Dies erklärte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler am 19. Mai in einem Gespräch mit Vertretern des Zentralverbandes Orthopädieschuhtechnik (ZVOS) in Berlin.

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13. ISPO-Weltkongreß und Orthopädie & Reha-Technik 2010 in Leipzig

Am 10. Mai 2010 öffnet die Leipziger Messe ihre Tore für den 13. ISPO-Weltkongreß, der bis zum 15. Mai 2010 tagt.
Parallel dazu öffnet am 12. Mai 2010 auf gleichem Gelände die diesjährige Orthopädie & Reha-Technik, die ebenfalls bis zum 15. Mai 2010 mit einer bunten Vielfalt an Fachausstellung, Fachforen und Workshops aufwartet.

Forum Orthopädieschuhtechnik
Am Gemeinschaftsstand von ZVOS, IVO und unseren Bildungseinrichtungen, gibt es u.a. diese Programmpunkte:
- Mittwoch, 12.05.2010, 13:00 - 14:00 Uhr
   Thema: Bachelor versus handwerkliche Ausbildung
   Prof. Klaus Peikenkamp, Michael Blau, Schüler und Schulleiter
    aller Meisterschulen
- Mittwoch, 12.05.2010, 17:00 - 18:00 Uhr
   Thema: Ausbildung und Berufschancen im internationalen Vergleich
   Mitglieder des IVO aus verschiedenen Ländern, voraussichtlich:
   Frau Bisson (Kanada), Herr Massaro (Frankreich),
   Herr Vansteenwegen (Belgien), Herr Valk (Niederlande),
   Herr Dierolf (Deutschland), Herr Schott (Australien)
- Donnerstag, 13.05.2010, 13:00 - 14:00 Uhr
   Thema: Orthopädieschuhtechnik und Podologie
                  Fallversorgung eines diabetischen Fußes mit plantarem Ulcus
   Bundesfachschule für Orthopädieschuhtechnik
- Donnerstag, 13.05.2010, 17:00 - 18:00 Uhr
   Thema: Fachliteratur für die Orthopädieschuhtechnik
                  Buchpräsentation mit Herausgebern & Autoren
   Prof. René Baumgartner, OSM Michael Möller, Dr. Hartmut Stinus,
- Freitag, 14.05.2010, 13:00 - 14:00 Uhr
   Thema: Zukunftsaussichen für den Hilfmittelmarkt
                  Podiumsdiskussion mit:
   Ludwig Gautsch (AOK Plus), OSM Stephan Jehring (GKV Spitzenverband),
   OSM Uwe Branscheidt (Obermeister LI OST Sachsen),
   RA Roland Stegemann (Geschäftsführer LI OST Sachsen)
- Freitag, 14.05.2010, 17:00 - 18:00 Uhr
   Thema: Marketing in der Orthopädieschuhtechnik
   Georg Sislak, Anton Bittler

weitere Fachforen (Auswahl):

Wo?:  M21
wann: Mittwoch, 12.05.2010, 14:00 - 16:00 Uhr
Was?: Richtlinien zur neuen Kategorisierung des diabetischen Fuß-Syndroms

Wo?:  M24
Wann: Donnerstag, 13.05.2010, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Was?: Die neue BGR 191.d

Wo?:  M28
Wann: Freitag, 14.05.2010, 14:00 - 16:00 Uhr
Was?: Die Anfertigung von orthopädischen Schuhen - Tipps und Tricks
             aus der Praxis für die Praxis


Außerdem gibt es noch den "ZVOS-Vorstand zum anfassen", das heißt:
Wir werden es absichern, das jeden Fachbesuchertag (Mittwoch bis Freitag) neben unseren Mitarbeitern der Geschäftstelle mindestens 1 Vorstand am ZVOS-Stand für die Kollegen als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Wie es am Samstag (Besuchertag) abgesichert werden kann, ist noch offen.

Wer noch Karten benötigt, kann diese hier online bestellen.

 


LSG NRW lehnt Ausschreibungspflicht von Rahmenverträgen nach § 127 Abs. 2 SGB V ab

Das Landessozialgericht NRW in Essen (LSG NRW) hat am 14. April 2010 entschieden, dass die von den gesetzlichen Krankenversicherungen mit einer Vielzahl von Leistungserbringern geschlossenen Verträge nach § 127 Abs. 2 SGB V rechtskonform sind und es keiner europaweiten Ausschreibung bedarf.

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Barmer/GEK verzichtet gegen Abschlag auf Zertifizierung

Anfang Februar waren wir noch ohne Ergebnis auseinander gegangen. Kurz vor Ende der verlängerten Übergangsfrist kam es doch noch zu einer Einigung zwischen dem Zentralverband Orthopädieschuhtechnik und der Barmer/GEK in Sachen Zertifizierung. Gegen einen Abschlag von 4 Prozent auf den Verordnungswert verzichtet die Barmer/GEK auf den Nachweis der Zertifizierung – unabhängig von der Größe des Betriebes.

Bei einem ersten Treffen am 2. Februar in Hannover hatten beide Parteien bereits diskutiert, welche Möglichkeiten es geben könnte, Kleinbetriebe von der Zertifizierungspflicht zu befreien. Damals hatte uns die Barmer/GEK einen Abschlag von 30 Prozent für nicht-zertifizierte Betriebe in den Raum gestellt, was dazu führte, dass wir ohne Ergebnis auseinander gehen mußten.

Dennoch blieben wir weiter in Kontakt mit der Barmer/GEK. Vor allem der Vorsitzende unseres Vertragsausschusses Hartmut Pieper hatte sich in der Folgezeit immer wieder um ein Gespräch mit der Barmer/GEK bemüht, denn am 31. März sollte die Übergangszeit, in der noch ohne Zertifizierung abgerechnet werden konnte, auslaufen. Diese hatte die Krankenkasse Ende letzten Jahres um drei Monate verlängert, nachdem aus dem Bundesministerium für Gesundheit deutliche Signale gekommen waren, dass man dort die Zertifizierung für Kleinbetriebe im Handwerk nicht für sinnvoll erachte.

„Wir haben den Vertrag mit der Zertifizierungspflicht unterschrieben und halten ihn auch ein“, erklärt unser Präsident Werner Dierolf. Doch fühlen wir uns auch den kleinen Betrieben verpflichtet und suche Lösungen, welche diese nicht organisatorisch oder wirtschaftlich überfordern. Deshalb haben wir das Gespräch mit der Barmer/GEK gesucht.

Die Hartnäckigkeit, mit der wir das Thema verfolgten, hat offenbar einiges bewirkt. Ende März machte die Barmer/GEK einen neuen Vorschlag mit einem deutlich besseren Angebot für einen Abschlag. Nach weiteren Gesprächen einigten wir uns schließlich auf 4% Abschlag auf den Verordnungswert, wenn sich ein Betrieb nicht zertifizieren lassen möchte. Diese Regelung gilt nicht nur für kleine, sondern für alle Betriebe – auch in den anderen Gesundheitshandwerken.

Natürlich unterschreibt man als Berufsstandsvertreter eine solche Regelung nur mit Bauchschmerzen, erklärt Werner Dierolf, denn das Preisgefüge bei der Barmer/GEK ist alles andere als rosig. Ob ein Betriebsinhaber diese Lösung wählt, hängt maßgeblich davon ab, wie teuer eine Zertifizierung für ihn ist – und wie viel Umsatz er mit der Barmer/GEK im Jahr macht. Wichtig ist jedoch gewesen, vor allem den kleineren Betrieben, eine Alternative zur Zertifizierungspflicht anbieten zu können.

Ob, beziehungsweise, ab wann sich das Angebot lohnt, so Herr Präsident Dierolf, muss jeder Betrieb anhand seiner Umsatzzahlen selber berechnen. Wenn man sich nur wegen der Barmer/GEK zertifizieren muss, rechnet sich der Abschlag vor allem für viele kleinere und mittlere Betriebe, wenn man die Kosten und den Zeitaufwand für die Zertifizierung gegen den entgangenen Umsatz setzt.

Für die neue Regelung wird kein neuer Vertrag zwischen der Barmer/GEK und dem Zentralverband geschlossen. Die neue Regelung wird in einer Protokollnotiz zum bestehenden Vertrag festgehalten. Aufgrund der Zeitknappheit wird sie jedoch erst zum 1. Mai 2010 wirksam. Bis dahin können die Betriebe noch nach den alten Regelungen abrechnen.

Zertifizierungspflicht für Kleinbetriebe: Barmer bewegt sich nicht

Die Barmer Ersatzkasse will auch weiterhin von Kleinbetrieben die Zertifizierung fordern. Wer nicht zertifiziert ist, soll laut Barmer einen Preisabschlag von 30 Prozent hinnehmen. Der Zentralverband Orthopädieschuhtechnik will das so nicht hinnehmen und hat bereits beim Gesundheitsministerium interveniert.

Ende vergangenen Jahres hatten die Barmer Ersatzkasse (BEK) und die Techniker-Krankenkasse (TK) die Zertifizierungspflicht für Orthopädieschuhtechnik-Betriebe bis 31. März 2010 ausgesetzt. Der Hintergrund: In einem Gespräch zwischen dem Zentralverband Orthopädieschuhtechnik und den Kassen sollte zu Beginn dieses Jahres eine eventuell mögliche Befreiung der Zertifizierungspflicht von Kleinbetrieben diskutiert werden.

Die Initiative dazu kam vom Zentralverband, nachdem im Herbst 2009 das Bundesministerium für Gesundheit bei einer Anhörung in Berlin erklärt hatte, dass man dort die Zertifizierung für Kleinbetriebe im Handwerk nicht für sinnvoll erachtet. Bei diesem Gespräch, an dem auch zahlreiche Krankenkassen teilnahmen, hatten fast alle Kassen erklärt, dass für sie die Zertifizierung kein ausschlaggebendes Kriterium für eine Vertragspartnerschaft ist.

Dass wir den im Jahr 2008 zwischen dem Zentralverband und der Barmer Ersatzkasse (BEK) und der Techniker-Krankenkasse (TK) geschlossenen Rahmenvertrag, der die Zertifizierung beinhaltet, erfüllen, steht außer Frage. Auch den grundsätzlichen Sinn einer Zertifizierung stellen wir nicht in Frage. Eine Zertifizierung kann die Betriebsabläufe verbessern und von vielen Betrieben in der Branche wird ein Qualitätsmanagement in sinnvoller und vorbildlicher Weise gelebt. Einigkeit besteht aber auch unter Zertifizierungsexperten, dass eine Zertifizierung bei Alleinmeistern oder Betrieben mit ganz wenigen Beschäftigten keine Verbesserung der Qualität oder der Abläufe bringt, sondern vor allem Kosten und mehr Verwaltung verursacht. Wir haben den Vertrag unterschrieben, nehmen aber die Kritik unserer Kleinbetriebe ernst und wollen jede Möglichkeit nutzen, unnötige Bürokratie in unserem Handwerk abzubauen.

Auf dieser Grundlage suchten wir das Gespräch mit der Barmer Ersatzkasse und der Techniker Krankenkasse. Dieses Gespräch fand am 2. Februar 2010 in den Räumen der Barmer Ersatzkasse in Hannover statt. Neben Vertretern des Zentralverbandes, der BEK und der TK nahmen auch Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Orthopädieschuhtechnik (AGOS) an dem Gespräch teil.

Die anfänglichen Hoffnungen auf eine für beide Seiten tragfähige Lösung wurden jedoch enttäuscht. Der von uns vorgetragene Wunsch, Kleinbetriebe von der Zertifizierungspflicht zu befreien, wurde von Seiten der Kassen mehrfach generell zurückgewiesen. Die grundsätzliche Ablehnung dieses Wunsches ließ leider auch keinen Raum, um grundsätzlich zu erörtern, welche Betriebe als Kleinbetriebe von der Zertifizierung befreit werden könnten.

Stattdessen kam von den Kassen nur der Vorschlag, dass man auf die Zertifizierung verzichte, wenn die Betriebe, welche nicht zertifiziert sind, einen Preisabschlag von 30 Prozent gegen sich gelten lassen. Die Größe des Betriebes soll dabei völlig unerheblich sein.

Diese Regelungen mussten wir aus mehreren Gründen zurückweisen. Sie ist zum einen aus wirtschaftlichen Gründen für unsere Betriebe völlig inakzeptabel. Zudem ähnelt nach unserer Auffassung der Vorschlag eines generellen Preisabschlags für ein vermeintliches Instrument der Qualitätssicherung einem Freikauf. Wenn es billiger wird, nimmt man es mit der Qualitätssicherung nicht so genau. Das ist mit der Zielsetzung des SGB V nicht vereinbar.

Da dies kein Einstieg in eine Verhandlung sein konnte, mussten wir das Gespräch abbrechen und haben einen neuen Termin angeboten.

Der Zentralverband hat das Gesundheitsministerium in Berlin von der Haltung und den Vorschlägen der BEK und TK unterrichtet und um Hilfestellung in dieser Sache gebeten. Wir sind der Überzeugung, dass eine Befreiung der Kleinbetriebe von der Zertifizierungspflicht sich positiv auf eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Patientenversorgung auswirken wird. Und gute Qualität verdient auch ihren Preis und kann nicht mit einem Abschlag bestraft werden.